Samstag, 26. November 2011

Bach feat. Rachmaninov

Liebe Hannah, liebe Polly,

es wird hier immer kälter, aber das ist kein Grund sich nicht an einem Donnerstagabend nach draußen zu begeben um mit der S-Bahn nach Berlin in die Philharmonie zu fahren.
Herr Siegmeier ist schon ziemlich gerissen. Er nannte es Stundenverlagerung eine 45-minütige Musikstunde gegen ein mehrstündiges Konzert zu tauschen. Nicht, dass mir das Konzert nicht gefallen hätte, aber das Problem war folgendes:  Am nächsten Tag sollte ich meine Deutsch-Klausur schreiben und davor hatte ich eine Riesenangst! Leider hatte ich aber auch keine Lust eine unentschuldigte Fehlstunde zu kassieren und so machte ich mich um 18 Uhr auf den Weg zum Hauptbahnhof um mich dann dort am Infopoint mit meinem Musikkurs zu treffen.
Jannis war erstaunlicherweise auch mitgekommen, obwohl er im Musikkurs ist. Jeder dachte Johan würde nicht erscheinen, aber siehe da: Er kam. Und dann fuhren wir also zur Philharmonie.

Bild von http://www.cbc.ca/radio2/blog/2-2.jpg

Nareh Arghamanyan - die Pianistin des Abends, spielte Bach, Schuhmann, Liszt und Rachmaninov. Ihre Hände bewegten sich unglaublich schnell. Wenn ich so spielen wollen würde, dann müsste ich mindestens noch 3 Jahrhunderte üben - und das jede Minute 24 Stunden am Tag. Wir hatten die Stücke bereits im Musikunterricht "analysiert" (soweit wie es uns möglich war, da wir ja nie sowas gelernt hatten) und daher erkannten wir einige der Stücke.
In der ersten Hälfte hörte ich noch recht aufmerksam zu, aber dann nach der Pause sank meine Aufmerksamkeit auf null... wenn nicht sogar auf -1.000.000.000. Das lag aber vor allem daran, dass ich während der ersten Häfte neben Leu saß, dass wir uns dann aber neben Johan und Jannis platzierten. Das war möglich, denn der Saal war sogar ziemlich leer. Nach der zweiten Hälfte setzten wir uns so raus aus Herrn Siegmeiers Blickfeld. HAHA!

Johan machte die ganze Zeit irgendeinen Mist, was ziemlich lustig war, mich aber immer dann zum Lachen brachte, wenn die Pianistin eine Pause machte. Maxi und Laura ging es nicht anders: Sie lachten die ganze Zeit, und vor allem dann, wenn es leise war sein sollte.
Es gab einen Jungen, der wohl gezwungen wurde sich das Konzert anzuhören, der die ganze Zeit Heavy Metall Musik auf seinem iPod so laut hörte, dass man es auch laut hätte anmachen können. In der Pause kriegte er dann von seinem Sitznachbarn 2 Euro dafür, dass er damit aufhörte. Das mach ich jetzt auch immer so! Damit wird man reich!

Als das Konzert vorbei war sagte Herr Siegmeier: "Ab jetzt kann jeder alleine nach Hause fahren!". Nicht, dass ich jetzt Angst im Dunkeln hatte oder so, aber er kann doch keine Klasse nachts alleine aus Berlin nach Hause fahren lassen! Manche von uns kamen erst nachts um 1 oder 2 Uhr an. Das ist gegen das Gesetz! Rein theoretisch könnten wir ihn anzeigen, aber... na ja... mir ist es egal. Ich war um Punkt Mitternacht zu hause.

Die Deutsch-Klausur über "Furcht und Elend des Dritten Reiches" von Bertolt Brecht dagegen war der absolute Horror. Wir sollten die Szene "Der Entlassene" interpretieren. Nicht gerade so schwer wie die Szene, die Anne im anderen Deutschkurs interpretieren sollte, aber ich war so hundemüde... Hab gar kein Gefühl, aber bei unserer Deutschlehrerin ist das glaube ich kein gutes Zeichen...

Heute ist hier "Party". Ina feiert mit Freunden den Geburtstag von einer Freundin hier und daher ist hier volle Bude. Mal gucken, was ich dann heute mache.

Bisou Bisou Bisou
Olga

Sonntag, 20. November 2011

Was gibt es Schöneres?

Liebe Hannah, liebe Polly,

was gibt es Schöneres als ein Klaviervorspiel an einem Samstagnachmittag? Ich kenne nichts. Gar nichts.
So haben wir uns alle um 15 Uhr in der Nikolaikirche versammelt um mit dabei zu sein, wie Caren sich, wie jedes Mal auf einem Vorspiel, so doll verspielt, dass sie vor Peinlichkeit am liebsten sterben würde. Dieses Mal war das zum Glück nicht der Fall. Es war mit schon peinlich genug, dass ich die einzige war, die nur 1 Stück gespielt hat und nicht so wie alle anderen 2 oder 3, aber mehr kann ich halt einfach nicht. Ich übe halt nie - also wie soll ich was anderes lernen?

Wir waren 11 Schüler, die spielten. Vor mir war ein Mädchen an der Reihe, das "River flows in you" gespielt hat und ich musste an euch beide denken. Leider hat sie sich total oft verspielt und so kam das alles nicht ganz so rüber wie es eigentlich sollte.

Ich hab von Yann Tiersen "Comptine d'un autre été: l'après-midi" gespielt. Kennt ihr ja. Ich habe mich nicht verspielt und bin ganz ganz stolz auf mich!


Jetzt beginnt die Klausurzeit und alles ist wieder angespannt. Ich habe keine Lust auf die Mathe-Klausur übermorgen!!! Morgen muss ich einen Vortrag in Musik halten. Bin gespannt ob unser lieber Musiklehrer jetzt mal wieder was zum Meckern findet...

Bisou Bisou Bisou
Olga

P.S. Hannah. Du würdest deine Überraschung bald kriegen, wenn wir nicht zu dumm wären um sie abzuschicken...
Hab euch lieb!

Montag, 14. November 2011

11.11.11 DIE FOTOOOOOOOOS!!!!!!!

Meine liebsten,

hier sind einige der Fotos vom 11.11.11, den wir ja organisiert haben... mehr gibts noch auf facebook :)


Capitain AHOI


wir haben Johan die Haare rot gefärbt und Glitzer ins Gesicht geschmiert

Hannah und Caren


die drei hotten Boys

nochmal

hahaha

Knutschfleck für Leo

Land in Sicht!



Und hier Carens GeburtstagsCupcakes mit Reh...





Vos quiero mucho, I Love You!!! xoxo
Anne

Samstag, 12. November 2011

Ahoi, Captain!

Liebe Polly, liebe Hannah,

der 11.11.2011  -  ein Jahrhunderttag.
Wie jeder andere Elftklässler, war ich eher skeptisch, was diesen Tag angeht. Es sollte kein richtiger Schüler-Streich mehr werden, sondern eher ein von den Lehrern organisiertes Programm mit Niveau. "WAS? NIVEAU???!!!  #?!"

So lag unser Schicksal in den Händen der beiden Kunstkurse. Der eine Kunstkurs führte ein cooles Theaterstück mit Masken auf. Der andere Kunstkurs eine Art Schattenspiel oder so.
Das Tagesthema war eigentlich Marine, wobei sich unter den anwesenden Elftklässlern auch Feen und Ähnliches befanden. Und eine ganze Menge Unverkleideter...

Der Theater-Kunstkurs hatte mich eingeladen mit bei ihnen Krach zu machen und so blieb mir die rhythmische Trommelei bei Herrn Siegmeier zum Glück erspart. Das Aus-den-Räumen-Holen in der Filiale wurde von Johan mit einer Gashupe eingeläutet. Dann rissen wir alle die Türen auf und haben einfach losgebrüllt und losgehuuuuupt - was für ein Riesenspaß. Ich kann mich noch an eine ganz besonders lustige Sache erinnern. Der Blick von Herrn Vogt als ich die Tür des Latein-/Religionsraums aufriss und begann loszuschreien! Er guckte so... schockiert... nein, irritiert... nein... ach, dafür gibt es einfach kein Wort, was es passend beschreibt!!

Die ganzen Filialschüler sind dann nach drüben in die Turnhalle gegangen. Die des Haupthauses wurden in die Aula geholt, wo das Schattenspiel stattfand, aber da war ich nicht dabei. Angeblich soll das Schattenspiel jedoch schlecht gewesen sein. Augenzeugen berichteten, wie die Menge die Darsteller ausbuhte und die 13-Klässler schrien: "Wir waren letztes Jahr besser."

Alles in allem lässt sich sagen, dass die 13-Klässler recht hatten -- der 11.11. soll ein Streich von den Schülern für die Lehrer sein, damit die anderen Schüler kein Unterricht machen müssen und nicht etwa ein niveauvolles Programm -- das ist einfach blöd.

Bisoubisoubisou
Captain Caren

AHOI, ihr Landratten!

P.S. Fotos folgen...
P.P.S. Gestern ist die Holga angekommen. (also die Kamera, die mir Anne und Fre... Frieda zum Geburtstag geschenk haben!)

Sonntag, 6. November 2011

Ich wär so gerne Millionär...

Was ist schon 'ne Million?
Künstlerin Anne Z. geht unter die Millionäre


Die angesagte Malerin Anne Z. hat sich ein neues Ziel genommen. In der deutschen Talkshow "We AR(T)E Together" verkündete sie stolz: "Ich habe mir vorgenommen, Millionärin zu werden. Was ist schon 'ne Million? Meine Werke haben Stil."
Ihre Worte sorgten europaweit für Aufsehen. Der Verkauf des künstlerisch gefragten "Herz auf Pappe"- Bildes soll diesen Traum erfüllen lassen. 

Mit diesem Gemälde verspricht sich Frau Z. den Eingang in die Welt des Luxus. "Ich bin schön. Ich bin begabt. Ich weiß, was ich will.", erklärt sie der Moderatorin von "Talkartive". Mit einem Lächeln fügt sie hinzu: "Mein Leben könnte noch besser sein. Wer will den nicht ein bisschen Luxus?"

Wem die angehende Millionärin noch nichts sagt, der sollte sich mit ihr dringend vertraut machen. Ihre Werke sprechen für sich. Ganz unter dem Motto "Stil vor Talent" versucht die Künstlerin ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.

"Herz auf Pappe" ist das neueste Werk der Malerin. Sie bezeichnet es selbst als "spontanes Experiment mit der Farbe Rot". "Es hat mich wie der Blitz getroffen. ROT! Ich sah nur rot. Und dann war da eben diese Pappe. Ich habe meinen Händen freien Lauf gelassen.", erklärte sie in "We AR(T)E Together".





Für "Herz auf Pappe" verspricht sich die Künstlerin einen Gewinn von über 1.225.500,99 € - unter diesem Preis wird es bei der Kunstauktion als Startpreis angeboten. "Die Menschen lieben schöne Dinge. Meine Bilder gehören halt einfach dazu. Und wer ist nicht bereit für so etwas Schönes auch den entsprechenden Preis zu bezahlen?", sagte sie bei der Eröffnungsveranstaltung der Kunstmesse in Berlin.

Niemals mehr ohne Luxus. Ob sich die Künstlerin diesen Traum erfüllen kann, ist nicht gewiss. Laut Auktionshaus gibt es im Moment keine Intressenten an "Herz auf Pappe". Platz der Traum vom Luxus schon jetzt?

Bleiben Sie dran, denn es bleibt spannend!